Gewalt

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Die WHO(2004) definiert Gewalt wie folgt:

„violence is the intentional use of physical force or power, threatened or actual, against oneself, another person, or against a group or community, that either results in or has high likelihood of resulting in injury, death, psychological harm, maldevelopment or deprivation“

Gewalt ist ein „zielgerichteter oder vorsätzlicher, angedrohter oder tatsächlicher Einsatz von physischer Stärke oder Macht gegen die eigene Person, eine andere Person oder eine Gruppe oder Gemeinschaft, der entweder faktisch oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzung, Tod, psychischem Schaden, körperliche Misshandlung und sozialer Benachteiligung führt .“ (WHO, 2004; Übers. DFK)

Juristisch wird Gewalt definiert „als körperlich wirkender Zwang durch die Entfaltung von Kraft oder durch sonstige physische Einwirkung, die nach ihrer Intensität dazu geeignet ist, die freie Willensentschließung oder Willensbetätigung eines anderen zu beeinträchtigen“ (BGH NJW 1995, 2643; nach Wikipedia.com).

Interpersonale Gewalt ist durch drei Faktoren gekennzeichnet (Kruschnitt 1994, in Scheithauer 2003, S. 20):

  • „Verhaltensweisen einer oder mehrer Personen, die tatsächlich oder angedrohte körperliche Schädigung versuchen. Von Gewalt wird auch gesprochen, wenn die Tat nicht ausgeführt wird.
  • Intention körperlicher Schädigung (Ausschluss von Fahrlässigkeit und Rücksichtslosigkeit);
  • Vorhandensein eines oder mehrerer Opfer, gegen die sich die Verhaltensweisen richten.“

Hinzu kommt in erweiterten Gewaltdefinitionen ein Machtungleichgewicht zwischen Täter (machtausübend) und Opfer, das sich nicht wehren kann. Für Buba, Vaskovics, Oberndorfer et al. (1999) beispielsweise ist Gewalt ein Mittel zur Machtdemonstration. Dies schließt ein Machtgefälle zwischen Täter und Opfer sowie die Anwendung physische Gewalt, d.h. Beugung und Überwältigung fremden Willens ein (Selg, Mees & Berg, 1997). Grundsätzlich wird deutlich, dass interpersonelle Gewalt unterschiedliche Formen annehmen kann und sich sowohl

  • auf der körperlichen, als auch
  • verbalen und/oder

Beziehungs- bzw. psychischen Ebene zeigen kann.

Vgl. auch:
Das Online-Familienhandbuch

Scheithauer, H. 2003. Aggressives Verhalten von Jungen und Mädchen. Göttingen. Hogrefe

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