Finanzanreize zur Förderung des Einbaus von Sicherheitstechnik - aktueller Überblick

Die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) hat dazu in Kooperation mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes ein Konzept zum Einbruchschutz erarbeitet und die nachfolgenden Förderprodukte initiiert sowie gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entwickelt.

Aufgrund der hohen Nachfrage sind folgende Förderprodukte aktuell eingeschränkt verfügbar:

Einzelmaßnahme Einbruchschutz steht Ihnen nach wie vor in der Kreditvariante zur Verfügung.
Zuschüsse können Sie bei der KfW weiterhin beantragen.  Da die Bundesmittel für dieses Jahr ausgeschöpft sind, erfolgen Zusagen durch die KfW jedoch unter der aufschiebenden Bedingung der Bereitstellung von Haushaltsmitteln in 2017 und dem Inkrafttreten des Bundeshaushalts 2017. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der KfW HIER.

Zuschüsse für Einbruchschutz in Kombination mit barrierereduzierenden Maßnahmen stehen derzeit nicht mehr zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetzseite der KfW HIER.
Die Kreditvariante steht weiterhin zur Verfügung.

 

 

KfW-Förderprodukt "Einbruchschutz als Einzelmaßnahme"

Über das neue Förderprogramm der KfW-Bankengruppe zum Einbruchschutz kann gezielt in Einzelmaßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch in der Zuschuss- (seit 19.11.2015) oder Kreditvariante (seit 1.4.2016) investiert werden. Das neue Förderprodukt ergänzt die bestehenden KfW-Förderprodukte "Altersgerecht Umbauen" und "Energieeffizient Sanieren" der KfW-Bankengruppe (KfW) in Kombination mit Einbruchschutz. Dabei wurden die polizeilichen Empfehlungen berücksichtigt.


Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz:

  • Einbau von einbruchhemmenden Haus- und Wohnungseingangstüren.
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Haus- und Wohnungseingangstüren.
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster (z.B. aufschraubbare Fensterstangenschlösser, Bandseitensicherungen, drehgehemmter Fenstergriff, Pilzkopfverriegelungen)
    Der Einbau/Austausch einbruchhemmender Fenster, Balkon- und Terrassentüren wird im Programm „Energieeffizient Sanieren – Kredit/Zuschuss (Nr. 151/152/430)“ gefördert (siehe folgende Registerkarte).
  • Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden
  • Einbau von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen
    Mögliche Komponenten sind beispielsweise: Kamerasysteme, Panikschalter, Geräteabschaltung, präsenzabhängige Zentralschaltung definierter Geräte bzw. Steckdosen, Personenerkennung an Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser mit personalisierten Zutrittsrechten.
  • Einbau von Türspionen
  • Baugebundene Assistenzsysteme: (Bild-)Gegensprechanlagen, z.B. mit Videotechnik, baugebundene Not- und Rufsysteme, Bewegungsmelder, Anwesenheits- und erweiterte Präsenzmelder, Beleuchtung.

Alle Maßnahmen zum Einbruchschutz sind durch spezialisierte Fachunternehmen auszuführen und müssen Anforderungen und den jeweiligen Widerstandsklassen, DIN oder VDE-Vorschriften entsprechen. Diese Voraussetzungen sind den „Technischen Mindestanforderungen für Maßnahmen zur Barrierereduzierung und zum Einbruchschutz“ als Anlage des Merkblattes „Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss (Nr. 455)“ unter www.kfw.de/einbruchschutz zu entnehmen.

Weitere Informationen zum fachgerechten Einbau DIN-geprüfter und zertifizierter Sicherheitstechnik erhalten Sie in den Polizeilichen Beratungsstellen mit Hinweisen auf Herstellerverzeichnisse und Errichterlisten unter www.k-einbruch.de.

Förderumfang:

  • zinsgünstige Kredite für alle Antragsberechtigten
  • Investitionszuschuss für Privatpersonen

Die Finanzmittel für Einzelmaßnahmen Einbruchschutz wurden im Mai 2016  aufgestockt. Diese Mittel sind erst für den Bundesaushalt 2017 vorgesehen. Die diesjährigen Finanzmittel sind aufgrund der hohen Nachfrage aufgebraucht.
Anträge auf Zuschuss für Einzelmaßnahmen Einbruchschutz können weiterhin HIER gestellt werden.
Zusagen durch die KfW erfolgen jedoch unter der aufschiebenden Bedingung der Bereitstellung von Haushaltsmitteln in 2017 und dem Inkrafttreten des Bundeshaushalts 2017. Die Mittel können nach diesem Zeitpunkt und nach Vorlage des Verwendungsnachweises über die ordnungsgemäße Durchführung der einbruchhemmenden Maßnahme in 2017 ausgezahlt werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der KfW HIER.

Förderberechtigt:

Jeder, der in den Einbruchschutz einer bestehenden Wohnimmobilie investiert, z.B. natürliche Personen als

  • Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal zwei Wohneinheiten,
  • Ersterwerber von neu sanierten Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal zwei Wohneinheiten sowie Eigentumswohnungen,
  • Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften,
  • Mieter (mit Zustimmung des Vermieters zu den Umbaumaßnahmen).

Zusätzlich in der Kreditvariante (seit 01.04.2016) z. B. juristische Personen als:

  • Wohnungseigentümergemeinschaften,
  • Wohnungsunternehmen/-genossenschaften
  • Bauträger.


Die Kombination von Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz und barrierereduzierenden Maßnahmen erfolgt durch einen „Kombi-Antrag“.
Derzeit ist die Antragstellung von Kombi-Anträgen (Barrierereduzierung im Zusammenhang mit Einbruchschutz) nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der KfW HIER.


Wichtig: Die Antragstellung muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen!


Informationen über die finanzielle Förderung sowie die konkreten Maßnahmen erhalten Sie im

KfW-Förderprokukte Einbruchschutz im Rahmen "Energieeffizient Sanieren" oder in Kombination mit "Altersgerecht Umbauen"

Energieeffizient Sanieren (Nr. 151/ 152 Kredit, Nr. 430 Zuschuss)

Über das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren (Nr. 151, 430)“ der KfW-Bankengruppe (KfW) kann in Maßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch investiert werden, wenn sie in unmittelbarem Zusammenhang mit einer energieeffizienten Sanierung stehen, z.B.

  • Einbau/Austausch von Fenstern und Fenstertüren,
  • Einbau/Austausch von Haustüren,
  • Nachrüstung einbruchhemmender Produkte, wie z. B. selbstverriegelnde Mehrfachverriegelungen und Zusatzschlösser.


Förderberechtigt:

Alle Träger von Investitionsmaßnahmen an selbstgenutzten oder vermieteten Wohngebäuden sowie Eigentumswohnungen, z.B.

  • Privatpersonen (auch Mieter), unabhängig vom Alter der Antragsteller,
  • Wohnungseigentümergemeinschaften,
  • Wohnungsunternehmen/-genossenschaften,
  • Ersterwerber von barrierefrei oder barrierearm umgebautem und/oder energieeffizient saniertem Wohnraum,
  • Bauträger


Förderumfang:

  • zinsgünstige Kredite für alle Antragsberechtigten
  • Investitionszuschuss für Privatpersonen

Weitere konkrete Informationen zu den förderfähigen Maßnahmen des Einbruchschutzes befinden sich in den Merkblättern und Anlagen der jeweiligen Förderprodukte. Dazu gibt es gezielte Hinweise in der Internetpräsenz der KfW, Rubrik Einbruchschutz „Mehr Sicherheit für Ihre eigenen vier Wände“ sowie telefonisch unter 0800 539 9002 (kostenfreie Servicenummer der KfW).

 

Altersgerecht Umbauen (Nr. 159 Kredit, Nr. 455 Zuschuss

Derzeit ist die Antragstellung von Kombi-Anträgen (Barrierereduzierung im Zusammenhang mit Einbruchschutz) in der Zuschussvariante "455" nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der KfW. Dazu HIER klicken.
Maßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch auch in Kombination mit barrierereduzierenden Maßnahmen steht in der Kreditvariante "159" nach wie vor zur Verfügung.

Förderprodukte im Auftrag von Landesregierungen und Kommunen

Weitere interessante Förderaspekte bei Maßnahmen des Einbruchschutzes im Zusammenhang mit verschiedenen Förderprodukten wie "Energieeffizient Sanieren", "Altersgerecht Umbauen"“ oder "Wohnraumförderung" so z.B.

Baden-Württemberg

Bayern

Bremen

Berlin

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Sachsen

Thüringen

Quelle:
http://www.foerderdatenbank.de/Foerder-DB/Navigation/root.html
Hinweis für Schnellsuche - Suchbegriff: „Einbruch“

Städte und Gemeinden

Auch auf kommunaler Ebene werden vereinzelt Maßnahmen zum Schutz gegen Einbruchschutz gezielt gefördert.
Ein Beispiel ist das Förderprogramm „Heidelberger Schlossprämie“, mit dem die Stadt Heidelberg den Einbau von mechanischer Sicherheitstechnik mit einem Zuschuss fördert. Informationen hierzu erhalten Sie im Internet unter:
http://www.k-einbruch.de/foerderung.

Kommunale Förderprogramme können bei der jeweiligen Städte- und Kreisverwaltung erfragt werden.

Finanzanreize außerhalb der Förderprogramme

Der Anteil der Arbeitskosten handwerklicher Leistungen bei Investitionen in Sicherheitstechnik kann unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. nach § 35a EStG, steuermindernd berücksichtigt werden, wenn diese nicht bereits über ein KfW-Programm gefördert wurden. Die steuerliche Absetzbarkeit derartiger Maßnahmen ist ein wichtiger Baustein für ein Mehr an Sicherheit.

Darüber hinaus kann bei Versicherungsunternehmen ein Nachlass auf die Zahlung zur Hausratsversicherung beim Einbau entsprechender Sicherheitstechnik erfragt werden.