Internet-DevianzDas Internet hat sich seit Anfang der 1990er Jahre sehr rasch von einer vorwiegend elitär genutzten Kommunikationsmöglichkeit zu einem Massenmedium mit weltweit rund 1 Milliarde Nutzern entwickelt. Das World Wide Web (WWW) bietet neben der Informationsabfrage vielfältige Möglichkeiten, vom elektronischen Datenaustausch per E-Mail, über Chatrooms bis hin zur Fernsteuerung von Computern. Die heutige globalisierte Informationsgesellschaft ist ohne das Internet nicht mehr denkbar. Begriffe wie eBanking, eLearning, eCommerce und eGovernment stehen beispielhaft für neue, sich ständig fortentwickelnde Formen der Interaktion in den vielfältigsten Lebensbereichen. Doch jede nutzbringende Errungenschaft birgt auch Risiken und wird über kurz oder lang für kriminelle Zwecke missbraucht. Das Spektrum reicht über Betrugsdelikte bis hin zu verbotenen rechtsextremistischen oder kinderpornografischen Inhalten. Auch die internationale Terrorszene bedient sich aus propagandistischen Gründen zunehmend des Internets. Daneben birgt das Netz eine Vielzahl anderer Risiken und Gefahren, z.B. für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Im Februar des Jahres 2006 veranstaltete das DFK einen Experten-Workshop, dessen Ergebnisse in einem Reader veröffentlicht wurden. Die Fachbeiträge dienen als Basis für weitergehende, konkrete Maßnahmenvorschläge zur Prävention. Vor diesem Hintergrund wurde am 16. Mai 2007 die Projektgruppe „Prävention von Internet-Devianz“ gebildet. Oberstes Projektziel ist es, durch Kompetenzförderung die notwendige Sensibilität und das Risikobewusstsein im Umgang mit dem Internet zu schaffen bzw. zu schärfen, wobei allerdings auch das Vertrauen in das Internet als zukunftsbestimmendes Medium bewahrt bleiben soll. |
|