Sicherheitstechnik wirkt und ist notwendig

Geeignete, aufeinander abgestimmte Sicherungstechnik erschwert nachweislich die Tatausführung ganz erheblich und kann den Erfolg der Täter oftmals verhindern. 2015 scheiterten die Täter in ca. 71.000 Fällen an geeigneter Sicherheitstechnik oder brachen ihr Vorhaben ab - es blieb beim Versuch.
Die KfW mit ihren Bundes-und Eigenprogrammen fördern den Einbau einbruchhemmender Produkte, wenn dieser in unmittelbarem Zusammenhang mit barrierereduzierenden Maßnahmen oder energetischer Sanierung steht. Einzelne Länderprogramme fördern ebenfalls den Einbau von geeigneter Sicherheitstechnik.

Einbau bzw. Nachrüsten von Sicherheitstechnik - auf die Qualität kommt es an

Die Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder empfiehlt zum Einbruchschutz bei Neu- oder Umbaumaßnahmen bestimmte Sicherheitsstandards und die Verwendung geprüfter und zertifizierter Produkte. Durch den Einbau nachweislich einbruchhemmender Produkte, z.B. Türen nach DIN EN 1627ff. ab der Widerstandsklasse (RC) 2 erhält man einen guten Einbruchschutz. Hier ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag) keinen Schwachpunkt gibt. Dies ist eine wichtige Komponente zur Verbesserung des Einbruchschutzes, beispielsweise bei:

  • Haus- und Wohnungseingangstüren
  • leicht erreichbaren Fenstern und Fenstertüren
  • Gittern und Rollläden
  • Schlössern und Mehrfachverriegelungssystemen mit Sperrbügelfunktion, Einsteckschlössern
  • Überfall- und Einbruchmeldeanlagen (ÜMA/EMA)

Dabei empfiehlt die Polizei ein aufeinander abgestimmtes Zusammenwirken von mechanischer und elektronischer Sicherheitstechnik. Der Einbau sollte durch ein entsprechendes Fachunternehmen erfolgen. Errichternachweise für den Einbau von mechanischen Sicherheitseinrichtungen sowie von Einbruchmeldeanlagen können bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle erfragt werden. Die Informationen über Sicherheitsstandards und den fachmännischen Einbau von Sicherheitstechnik sowie Herstellerverzeichnisse finden bei den jeweiligen Produkten, z.B. Türen, Fenster Sie unter
www.k-einbruch.de.

Auf Beratung nicht verzichten

Vor Beginn der Sanierung bzw. des Umbaus ist es auch wichtig, sich eingehend zum Thema Einbruchschutz und Energieeffizienz bzw. barrierearmem Wohnen beraten lassen. Der Förderantrag muss vor Beginn der Maßnahmen bei der KfW gestellt werden.

Beratung Einbruchschutz
Ansprechpartner für den Einbruchschutz sind die (Kriminal)Polizeilichen Beratungsstellen ihrer örtlichen Polizei. Diese sind auch im Internet zu finden unter www.k-einbruch.de.
Einbruchshemmende Maßnahmen können nur dann aus den KfW-Programmen „Altersgerecht Umbauen“ und „Energieeffizient Sanieren“, wenn gleichzeitig energieeffiziente und barrierereduzierende Maßnahmen durchgeführt werden. Näheres dazu auf der Themenseite der KfW: www.kfw.de/Einbruchschutz

Beratung Altersgerechter Umbau
Für die Barrierereduzierung Ihrer Wohnimmobilie stehen die Wohnberatungsstellen zur Verfügung. (www.wohnungsanpassung-bag.de); für NRW: www.wohnberatungsstellen.de.

Beratung energieeffiziente Sanierung
Mit Blick auf die Förderprodukte der Bundesregierung sollte eine Energieberatung durch einen unabhängigen Sachverständigen erfolgen. Geeignete Sachverständige sind in der „Energieeffizienz-Expertenliste“ zusammengefasst - www.energie-effizienz-experten.de.
Verbraucherzentralen bieten ebenfalls geförderte initiale Energieberatungen an: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratungsstellensuche_plz.htm.

Eine "Vor-Ort-Beratung" wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.