Städtenetzwerk Kriminalprävention

Um Kriminalität und Gewalt effektiver zu bekämpfen, haben im September 2001 zehn deutsche Städte ihre Zusammenarbeit im „Städtenetzwerk für Sicherheit, Toleranz und Gewaltlosigkeit“ vereinbart. Kriminalität wird von örtlichen Gegebenheiten beeinflusst. Lokale Probleme und Belastungen hängen wiederum von vielfältigen infrastrukturellen und sozialen Rahmen-bedingungen ab. Ausgehend von diesen Erkenntnissen haben sich vergleichbare städtische Kommunen und ihre Präventionsakteure vernetzt.

In der bei Gründung verfassten „Gemeinsamen Erklärung“ heißt es: „Aus den Präventionsprojekten anderer zu lernen und deren Erfahrungen zu nutzen, Ressourcen wirtschaftlich einzusetzen, gemeinsame Probleme zu analysieren, Lösungen zu entwickeln, diese zügig und mit möglichst hoher Erfolgsgarantie umzusetzen, das sind die Ziele des Städtenetzwerkens.“

Mittlerweile arbeiten 20 Partner im "Städtenetzwerk Kriminalprävention" zusammen. Unter jährlich wechselnder Geschäftsführung werden regelmäßige Treffen mit thematischen Schwerpunkten organisiert. Die Partner stellen eigene Projekte vor und diskutieren Präventionsansätze. Vertreter aus Praxis und Wissenschaft referieren zu ausgewählten Themen. Aktuelle Fragestellungen werden im unmittelbaren E-Mail-Austausch erörtert.

Das Städtenetzwerk ist ein Beispiel unbürokratisch und kollegial funktionierender Vernetzung auf Arbeitsebene mit großem Nutzen für die Mitglieder und deren Aufgabenerfüllung vor Ort.