Einbruchschutz

Seit 2013 beschäftigt sich die Stiftung DFK intensiv mit dem Schutz vor Wohnungseinbruch. Ein wichtiges Ergebnis dieser Arbeit ist die finanzielle Förderung des Einbaus von Sicherheitstechnik.

 

 

 

 

Handlungsbedarf

Der Wohnungseinbruchdiebstahl weist in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) seit Jahren hohe Zahlen auf. Jährlich werden rund 150.000 Fälle und ein Schaden von über 420 Mio Euro erfasst.

Neben materiellen Schäden sind häufig dauerhafte psychische Belastungen und Traumatisierung eine Folge für die Betroffenen und können deren Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden nachhaltig beeinträchtigen.
Jedes fünfte Einbruchsopfer ist wegen des Einbruchs aus seiner Wohnung ausgezogen.

Der Anteil vollendeter Einbrüche in Relation zu den versuchten Einbrüchen sinkt stetig. Diese Entwicklung könnte nach Angaben in der PKS 2015  durchaus auf Verbesserungen der Sicherungsmaßnahmen im privaten Bereich beruhen
Nachweislich misslingen über 41 Prozent der Einbrüche nicht zuletzt durch vorhandene Sicherungseinrichtungen und eine aufmerksame Nachbarschaft. Dies zeigt: Präventionsmaßnahmen lohnen sich!

Aller guten Dinge sind also drei. So kann durch

  • qualifizierten Einbau geeigneter Sicherheitstechnik,
  • sicherheitsbewusstes Verhalten und
  • achtsame und aktive Nachbarschaft

das Risiko minimiert werden, Opfer eines Einbruches zu werden. Auf diese Weise ist dem Wohnungseinbruch in Deutschland präventiv und nachhaltig entgegenzutreten.

Sicherheitstechnik - auf die Qualität kommt es an

Die Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder empfiehlt zum Einbruchschutz bei Neu- oder Umbaumaßnahmen bestimmte Sicherheitsstandards und die Verwendung geprüfter und zertifizierter Produkte. Durch den Einbau nachweislich einbruchhemmender Produkte, z.B. Türen nach DIN EN 1627ff. ab der Widerstandsklasse (RC) 2 erhält man einen guten Einbruchschutz. Hier ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag) keinen Schwachpunkt gibt. Dies ist eine wichtige Komponente zur Verbesserung des Einbruchschutzes, beispielsweise bei:

  • Haus- und Wohnungseingangstüren
  • leicht erreichbaren Fenstern und Fenstertüren
  • Gittern und Rollläden
  • Schlössern und Mehrfachverriegelungssystemen mit Sperrbügelfunktion, Einsteckschlössern
  • Überfall- und Einbruchmeldeanlagen (ÜMA/EMA)


Dabei empfiehlt die Polizei ein aufeinander abgestimmtes Zusammenwirken von mechanischer und elektronischer Sicherheitstechnik. Der Einbau sollte durch ein entsprechendes Fachunternehmen erfolgen. Adressennachweise von Errichterunternehmen für den Einbau von mechanischen Sicherheitseinrichtungen sowie von Einbruchmeldeanlagen können bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle erfragt werden. Die Informationen über Sicherheitsstandards und den fachmännischen Einbau von Sicherheitstechnik sowie Herstellerverzeichnisse finden bei den jeweiligen Produkten, z.B. Türen, Fenster Sie unter www.k-einbruch.de.

Auf Beratung nicht verzichten

Vor Beginn der Sanierung bzw. des Umbaus ist es wichtig, sich eingehend zum Thema Einbruchschutz und Energieeffizienz bzw. barrierearmem Wohnen beraten lassen. Der Förderantrag muss vor Beginn der Maßnahmen bei der KfW gestellt werden.


Beratung Einbruchschutz

Ansprechpartner für den Einbruchschutz sind die (Kriminal)Polizeilichen Beratungsstellen ihrer örtlichen Polizei. Diese sind auch im Internet zu finden unter www.k-einbruch.de.

Einbruchshemmende Maßnahmen können nur dann aus den KfW-Programmen „Altersgerecht Umbauen“ und „Energieeffizient Sanieren“, wenn gleichzeitig energieeffiziente und barrierereduzierende Maßnahmen durchgeführt werden. Näheres dazu auf der Themenseite der KfW: www.kfw.de/Einbruchschutz.


Beratung Altersgerechter Umbau

Für die Barrierereduzierung Ihrer Wohnimmobilie stehen die Wohnberatungsstellen zur Verfügung.
(für NRW: www.wohnberatungsstellen.de.)


Beratung energieeffiziente Sanierung

Mit Blick auf die Förderprodukte der Bundesregierung sollte eine Energieberatung durch einen unabhängigen Sachverständigen erfolgen. Geeignete Sachverständige sind in der „Energieeffizienz-Expertenliste“ zusammengefasst.

Verbraucherzentralen bieten ebenfalls geförderte initiale Energieberatungen an.
Eine "Vor-Ort-Beratung" wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.