Finanzanreize zur Förderung des Einbaus von Sicherheitstechnik - aktueller Überblick

Die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) hat in Kooperation mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes gemeinsam mit zahlreichen Partnern wie dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der KfW-Bankengruppe die nachfolgenden Förderprodukte entwickelt. Auf diesem Wege konnten seit 2014 die Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger gestärkt und zahlreiche Wohnungen und Häuser sicherer gemacht werden. War dies zunächst nur in Kombination mit energetischer Sanierung oder altersgerechtem Umbau möglich, kann seit dem Jahre 2015 nun auch in isolierte Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz investiert werden.

Im Folgenden finden Sie Informationen und weiterführende Links zu den Fördermöglichkeiten.


Für einen wirkungsvollen Einbruchschutz empfehlen wir 
4 Schritte zur Förderung:

  1. Lassen Sie sich von der Polizei kostenlos beraten!
    Hier finden Sie die (Kriminal)Polizeiliche Beratungsstellen in Ihrer Nähe www.k-einbruch.de
  2. Stellen Sie vor Beginn der Baumaßnahme einen Förderantrag im KfW-Zuschussportal!
    www.kfw.de/info-zuschussportal.
  3. Beauftragen Sie nur spezialisierte Fachunternehmen, nachdem Sie die Zusage von der KfW erhalten haben!
    Fachunternehmen finden Sie beispielsweise in den Adressennachweisen von Errichterunternehmen der Landeskriminalämter – Infos hierzu erhalten Sie in der Kriminal-/Polizeiliche Beratungsstelle.
  4. Lassen Sie sich vom Fachunternehmen den fachgerechten Einbau schriftlich mit der Fachunternehmerbestätigung bescheinigen!
    Die Fachunternehmerbestätigung können Sie HIER herunterladen.
    Zur Auszahlung Ihres Zuschusses legen Sie der KfW nur die Rechnungen eines Fachunternehmens über die durchgeführten Maßnahmen vor und bestätigen im KfW-Zuschussportal die ordnungsgemäße Durchführung Ihres Vorhabens. Die Fachunternehmerbestätigung dient zu Ihrer eigenen Sicherheit!

 

 

Einbruchschutz als Einzelmaßnahme: KfW-Förderprodukt „Einbruchschutz-Investitionszuschuss“

Über das Förderprogramm der KfW-Bankengruppe zum Einbruchschutz kann gezielt in Einzelmaßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch in der Zuschuss- oder Kreditvariante investiert werden. Es ergänzt die bestehenden KfW-Förderprodukte "Altersgerecht Umbauen" und "Energieeffizient Sanieren" der KfW-Bankengruppe (KfW) in Kombination mit Einbruchschutz.
Bitte beachten Sie, dass der Einbau neuer einbruchhemmender Fenster und Fenstertüren nicht hierüber, sondern ausschließlich in den Produkten Energieeffizient Sanieren – Kredit (151/152) oder Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430) gefördert wird (siehe folgende Registerkarte).

Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz:

  • Einbau von einbruchhemmenden Haus-, Wohnungs- und Nebeneingangstüren.
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Haus-, Wohnungs- und Nebeneingangstüren.
  • Einbau von einbruchhemmender Garagentore und –zugänge, die mit dem Wohnhaus verbunden sind
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster (z.B. aufschraubbare Fensterstangenschlösser, Bandseitensicherungen, drehgehemmter Fenstergriff, Pilzkopfverriegelungen)
    Der Einbau/Austausch einbruchhemmender Fenster, Balkon- und Terrassentüren wird im Programm „Energieeffizient Sanieren – Kredit/Zuschuss (Nr. 151/152/430)“ gefördert (siehe folgende Registerkarte).
  • Einbau einbruchhemmender Gitter, Klapp- und Rollläden sowie Lichtschachtabdeckungen.
  • Einbau von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen
    Infraschall- bzw. Luftdruck-, Luftvolumensysteme oder Raumresonanzfrequenzgeräte sind nicht förderfähig!
  • Gefahrenwarnanlagen und Sicherheitstechnik in Smart Home-Anwendungen mit Einbruchmeldefunktion.
    Bei der Scharf- und Unscharfschaltung muss die Zwangsläufigkeit nach DIN VDE V 0826-1 eingehalten werden. Erläuterungen zur DIN VDE V 0826-1 finden Sie in dem "Leitfaden zu sicherheitstechnischen Anwendungen im SMART HOME"

Alle Maßnahmen zum Einbruchschutz müssen technischen Mindestanforderungen entsprechen und sind durch spezialisierte Fachunternehmen auszuführen. Diese Anforderungen sind den „Technischen Mindestanforderungen und förderfähige Maßnahmen – Einbruchschutz Investitionszuschuss" “ als Anlage des Merkblattes „ Einbruchschutz- Investitionszuschuss (Nr. 455-E)“ unter unter www.kfw.de/455-E zu entnehmen.
Weitere Informationen zum fachgerechten Einbau DIN-geprüfter und zertifizierter Sicherheitstechnik erhalten Sie in den Polizeilichen Beratungsstellen mit Hinweisen auf Herstellerverzeichnisse und Errichterlisten unter www.k-einbruch.de.

Förderberechtigt:

Jeder, der in den Einbruchschutz einer bestehenden Wohnimmobilie investiert, z.B. natürliche Personen als

  • Eigentümer oder Ersterwerber
    von Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal zwei Wohneinheiten oderEigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften.
  • Mieter (mit Zustimmung des Vermieters zu den Umbaumaßnahmen).

Zusätzlich in der Kreditvariante z. B. juristische Personen als:

  • Wohnungseigentümergemeinschaften,
  • Wohnungsunternehmen/-genossenschaften
  • Bauträger.

Die Kombination von Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz und barrierereduzierenden Maßnahmen erfolgt durch einen „Kombi-Antrag“.

Wichtig: Die Antragstellung muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen!

Förderumfang:

  • zinsgünstige Kredite für alle Antragsberechtigten
  • Investitionszuschuss für Privatpersonen

Informationen über die finanzielle Förderung sowie die konkreten Maßnahmen erhalten Sie im

KfW-Förderprokukte Einbruchschutz im Rahmen "Energieeffizient Sanieren" oder in Kombination mit "Altersgerecht Umbauen"

Energieeffizient Sanieren (Nr. 151/ 152 Kredit, Nr. 430 Zuschuss)

Über das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren (Nr. 151, 430)“ der KfW-Bankengruppe (KfW) kann in Maßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch investiert werden, wenn sie in unmittelbarem Zusammenhang mit einer energieeffizienten Sanierung stehen, z.B.

  • Einbau/Austausch von Fenstern und Fenstertüren,
  • Einbau/Austausch von Haustüren,
  • Nachrüstung einbruchhemmender Produkte, wie z. B. selbstverriegelnde Mehrfachverriegelungen und Zusatzschlösser.

Altersgerecht Umbauen (Nr. 159 Kredit) und Barrierereduzierung - Investitionszuschuss (Nr. 455-B Zuschuss)

Die Förderprogramme „Altersgerecht Umbauen" (Nr. 159) bzw. "Barrierereduzierung - Investitionszuschuss" (Nr. 455-B Zuschuss)“ fördern Maßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch auch in Kombination mit barrierereduzierenden Maßnahmen, z.B.

  • Einbau/Austausch von Haus- und Wohnungstüren,
  • Einbau von Rollläden, Fenstergittern und Gegensprechanlagen,
  • Installation von Alarm- und Einbruchmeldeanlagen,
  • elektronische Antriebssysteme für Rollläden und selbstverriegelnde Türen,
  • Nachrüstung einbruchhemmender Produkte, wie z. B. selbstverriegelnde Mehrfachverriegelungen und Zusatzschlösser.
    Weitere Informationen finden Sie unter www.kfw.de/einbruchschutz „Mehr Sicherheit für Ihre vier Wände.“


Förderberechtigt:

Alle Träger von Investitionsmaßnahmen an selbstgenutzten oder vermieteten Wohngebäuden sowie Eigentumswohnungen, z.B.

  • Privatpersonen (auch Mieter), unabhängig vom Alter der Antragsteller,
  • Wohnungseigentümergemeinschaften,
  • Wohnungsunternehmen/-genossenschaften,
  • Ersterwerber von barrierefrei oder barrierearm umgebautem und/oder energieeffizient saniertem Wohnraum,
  • Bauträger


Förderumfang:

  • zinsgünstige Kredite für alle Antragsberechtigten
  • Investitionszuschuss für Privatpersonen

Weitere konkrete Informationen zu den förderfähigen Maßnahmen des Einbruchschutzes befinden sich in den Merkblättern und Anlagen der jeweiligen Förderprodukte. Dazu gibt es gezielte Hinweise in der Internetpräsenz der KfW, Rubrik Einbruchschutz „Mehr Sicherheit für Ihre eigenen vier Wände“ sowie telefonisch unter 0800 539 9002 (kostenfreie Servicenummer der KfW).

Förderprodukte im Auftrag von Landesregierungen und Kommunen

Weitere interessante Förderaspekte bei Maßnahmen des Einbruchschutzes im Zusammenhang mit verschiedenen Förderprodukten wie "Energieeffizient Sanieren", "Altersgerecht Umbauen"“ oder "Wohnraumförderung" so z.B.

Baden-Württemberg

Bayern

Bremen

Berlin

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Schleswig-Holstein

Thüringen

Quelle:
http://www.foerderdatenbank.de/Foerder-DB/Navigation/root.html
Hinweis für Schnellsuche - Suchbegriff: „Einbruch“

Städte und Gemeinden

Auch auf kommunaler Ebene werden vereinzelt Maßnahmen zum Schutz gegen Einbruchschutz gezielt gefördert.
Ein Beispiel ist das Förderprogramm „Heidelberger Schlossprämie“, mit dem die Stadt Heidelberg den Einbau von mechanischer Sicherheitstechnik mit einem Zuschuss fördert. Informationen hierzu erhalten Sie im Internet unter:
http://www.k-einbruch.de/foerderung.

Kommunale Förderprogramme können bei der jeweiligen Städte- und Kreisverwaltung erfragt werden.

Finanzanreize außerhalb der Förderprogramme

Der Anteil der Arbeitskosten handwerklicher Leistungen bei Investitionen in Sicherheitstechnik kann unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. nach § 35a EStG, steuermindernd berücksichtigt werden, wenn diese nicht bereits über ein KfW-Programm gefördert wurden. Die steuerliche Absetzbarkeit derartiger Maßnahmen ist ein wichtiger Baustein für ein Mehr an Sicherheit.

Darüber hinaus kann bei Versicherungsunternehmen ein Nachlass auf die Zahlung zur Hausratsversicherung beim Einbau entsprechender Sicherheitstechnik erfragt werden.