Förderprogramme

Förderung von Kunsultationsunterkünften

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert seit 2016 bundesweit 25 zusätzliche Personalstellen von Gewaltschutzkoordinatoren/-innen in Flüchtlingsunterkünften, sogenannte „Konsultationsunterkünfte“. Im Sommer 2017 wurde das Pilotprojekt auf insgesamt 100 Unterkünfte erweitert. Die Auswahl der 75 neuen Unterkünfte erfolgte über eine offizielle Ausschreibung und anschließender Selektion durch die zuständigen Fachressorts aller Bundesländer.
Aufgabe der Gewaltschutzkoordinatoren ist es, in enger Abstimmung mit der Heimleitung Schutzkonzepte in den Einrichtungen zu erstellen und umzusetzen. Sie sollen dabei Ansprechpartner für Jugend-, Sozial- und Arbeitsämter sowie für Beratungsstellen und Frauenhäuser sein und entsprechende Netzwerkstrukturen schaffen.

 

Kfw-Förderprogramm

Mit dem IKK-Investitionskredit Kommunen 208 erhalten Kommunen eine langfristige Finanzierungsmöglichkeit durch einen Direktkredit von der KfW. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert seit 2016  im Rahmen der Sonderfazilität "Schutz in Flüchtlingsunterkünften" zudem bauliche Schutzmaßnahmen gemäß der „Mindeststandards zum Schutz geflüchteter Menschen in Flüchtlingsunterkünften“, insbesondere für Frauen und Kinder, in zentralen und dezentralen Flüchtlingsunterkünften durch im Zins besonders verbilligte Kredite. 
Diese baulichen Mindeststandards reichen von Gebäudeeingangstür über abschließbare, sichere Wohneinheiten bis hin zum Bau von geschlechtergetrennten und barrierefreien Sanitäreinrichtungen. In Kombination mit diesen obligatorischen Maßnahmen können weitere förderfähige Maßnahmen zur ganzheitlichen Gebäudesicherheit berücksichtigt werden, z.B. im Außen- und weiteren Zugangsbereich des Gebäudes sowie in der Ausgestaltung der Räumlichkeiten zu sogenannten „childfriendly-spaces“.

Diese Sonderförderung wird auf Vorschlag des DFK in Absprache mit Verantwortlichen des BMFSFJ und der KfW-Bankengruppe weiter aktualisiert und modifiziert.

 

Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“

„Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ ist ein gemeinsames Bundesprogramm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das Programm unterstützt Kommunen dabei, geflüchtete Kinder und Jugendliche gut aufzunehmen und zu betreuen. Dazu richten sich die sechs regionalen Servicebüros des Programms mit ihren Angeboten an alle, die sich aktiv vor Ort für junge Geflüchtete engagieren: Mitarbeiter der Kommunalverwaltung, Initiativen, Vereine sowie freie Träger.

Das Angebot der Servicebüros orientiert sich an den Zielen und Themen, die vor Ort wichtig sind. Dazu kann auch die Erarbeitung eines kommunalen Schutzkonzeptes für geflüchtete (junge) Menschen und diejenigen, die mit ihnen arbeiten, zählen. Ebenso können Themen wie beispielsweise die Prävention von Gewalt, Drogenmissbrauch, Kinder- und Menschenhandel bearbeitet werden. Es sind immer die Akteure in den Kommunen, die ihr Thema und ihre Agenda bestimmen.

Das Angebot der Servicebüros umfasst die Ist-Stand-Analyse des gewählten Themas, dabei wird stets die Situation vor Ort bezüglich der Akteure, der vorhandenen finanziellen, personellen und gegebenenfalls der räumlichen Ressourcen berücksichtigt. Darüber hinaus bietet das Programm Beratung und Begleitung für diejenigen Akteure, die gemeinsam an Zielen und Meilensteinen arbeiten wollen. Das Angebot beinhaltet auch Qualifizierungsmöglichkeiten, Dialogveranstaltungen für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung sowie Austausch und Vernetzung mit ähnlichen Vorhaben in anderen Kommunen. Alle Angebote sind für die Teilnehmenden kostenfrei.

Weitere Informationen zum Programm sowie die Kontaktdaten der regionalen Servicebüros finden Sie HIER.