Mindeststandards

zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlings-unterkünften

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), UNICEF, den Freien Wohlfahrtsverbänden und anderen Partnern, wie der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) entwickelte das DFK bereits 2016 gemeinsam die ersten bundesweiten „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ (rechts im Bild).

Differenziert nach zentralen Handlungsfeldern wird darin aufgezeigt, wie der bedarfsgerechte Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften sichergestellt werden kann. Die Mindeststandards dienen mittlerweile als offizielle Leitlinie zur Erststellung und Umsetzung von Schutzkonzepten in Flüchtlingsunterkünften und stellen die inhaltliche Grundlage vieler Verordnungen zum Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften auf Länderebene dar (https://www.gewaltschutz-gu.de/publikationen/schutzkonzepte).

Die bundesweiten Mindeststandards umfassen dabei insbesondere die Bereiche Personal, strukturelle und bauliche Voraussetzungen, Prävention von und Umgang mit Gewalt- und Gefährdungssituationen sowie dem Monitoring der erzielten Fortschritte.

Neben Annexen zum Schutz von „Geflüchteten mit Behinderungen“ sowie „LSBTI-Geflüchteten“ folgte in der letzten Fassung der Mindeststandards (Nov. 2018) ein dritter Annex zum Schutz von „Geflüchteten mit Traumafolgestörungen“. Zusätzlich sind auch sogenannte Praxisleitfäden als Kommentierung zu den Mindeststandards erschienen. Diese dienen als Unterstützung bei der praktischen Anwendung und Umsetzung vor Ort.

Aktuelle Herausforderungen und Dynamiken der Fluchtbewegungen sowie daraus folgende Probleme und Gefahren für Geflüchtete und deren Unterbringung werden in den Mindeststandards regelmäßig mitbedacht, indem die Inhalte einer laufenden Aktualisierung unterliegen.